텍스트의 구조화와 주제화에 기여하는 전전역

Title
텍스트의 구조화와 주제화에 기여하는 전전역
Other Titles
Vor-Vorfelder als Strukturierungs- und Thematisierungsmittel im Text
Author(s)
임성우
Keywords
Vor-Vorfeld; Textstrukturieung; Theamtisierung; Topologie; Textsyntax; 전전역; 텍스트 구조화; 주제화; 배어법; 텍스트통사론
Issue Date
201009
Publisher
한국독일어문학회
Citation
독일어문학, v.18, no.3, pp.193 - 214
Abstract
In der vorliegenden Untersuchung geht es darum, das Vor-Vorfeld-Phänomen in Bezug auf Strukturierung und Thematisierung auf der Textebene zu beschreiben. Durch die Besetzungsmöglichkeiten im Vor-Vorfeld werden bestimmte Funktionen erlangt, die auf der Textebene ihre Relevanz erfahren. Somit werden die Funktionen des Vor-Vorfeldes erörtert, die speziell auf der Textebene ihre Wirkung zeigen. Mit dem Begriff ‘Vor-Vorfeld’ wird ein weiteres Feld innerhalb der Topologie definiert. Die Bezugsgröße scheint somit terminologisch zunächst der Satz zu sein. Durch die syntaktische Hervorgehobenheit ergeben sich auch transphrastische Funktionen. Bei der vorliegenden Untersuchung geht es um eine stets vorhandene Postition,die dann sprachlich realisiert wird, wenn es für die Textstrukturierung notwendig ist bzw. wenn es der Kontext erfordert. Damit weist das Vor-Vorfeld textrelevante Funktionen auf, indem es kohäsiv Sätze zu Texten verflechtet. Die vorliegende Arbeit versucht, das Phänomen des Vor-Vorfeldes als einen Beitrag zur Textstrukturierung zu erläutern. Wegen ihrer textsyntaktischen Funktionen können Vor-Vorfeld-Ausdrücke auf der Textebene angesiedelt werden, wobei man eigene Regeln für das Vor-Vorfeld-Phänomen im Rahmen der Valenzgrammatik nicht gefunden hat. Festzuhalten bleibt damit: Es besteht ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis zwischen Vor-Vorfeld und Nachfolgesatz, aber trotzdem ist der Text die oberste Instanz, die ein Vor-Vorfeld fordert. Denn er erzeugt eine spezifische Situation, die das Vor-Vorfeld notwendig macht, dieses Feld zu besetzen oder nicht. Betrachtet man die Umgebung eines Satzes mit dem Vor-Vorfeld, kann man in Bezug auf Vor-Vorfeld-Elemente textsyntaktische Relevanzen feststellen. Ausdruckseitig dienen sie zur Textstrukturierung, und inhaltsseitig können sie textkohärente Funktion haben. (1) Die Konnektoren, die im Vor-Vorfeld stehen, haben eine textsyntaktische Funktion der Satzanküpfung und dienen somit der Textverflechtung zu einem größeren Ganzen. Dabei handelt es sich um das Phänomen der Textkohäsion. (2) Einige Vor-Vorfeld-Elemente wie freie Themen, Namen- oder Anreden,Teile von Nebensätzen u.a. finden im Nachfolgesatz eine explizite und/oder implizite Wiederaufnahme. (3) Innerhalb der funktionalen Satzperspektive werden Sätze und Satzteile in ihrer textuellen Umgebung betrachtet. Das Vor-Vorfeld eröffnet somit die Möglichkeit, innerhalb eines Textes rhematische oder thematische Elemente besonders hervorzuheben, um die Intention des Autors und die kommunikative Funktion der Texte zu verdeutlichen. (4) Elemente im Vor-Vorfeld können schließlich strukturbildend wirken, indem innerhalb eines Textes “Erwartungsauftakte und Kurzsätze” neue Abschnitte einleiten, um das Textkontinuum in aufeinander artikulierte satzübergreifende Sequenzen aufzugliedern. Dem Leser wird dadurch die weitere Vorgehensweise und gleichzeitig die Argumentationsstruktur des Textes vor Augen geführt. Gerade in der Verwendung verschiedener Elemente im Vor-Vorfeld zeigt sich, wie Autoren einzelne Sinnabschnitte als solche definieren und dem Leser Signale des Argumentationsschemas präsentieren. In allen Beispielen steht das Vor-Vorfeld als Strukturhilfe und ‘Oberflächenhinweis’ entweder resümierend am Ende oder am Beginn eines Textabschnittes, um diesen einzuleiten und zu kommentieren.
URI
http://hdl.handle.net/YU.REPOSITORY/23568
ISSN
1229-1560
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문과대학 > 독어독문학과 > Articles
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